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Grundbedürfnisse des Menschen: Selbstverwirklichung. Die Bedürfnispyramide nach Maslow (Maslowsche Bedürfnishierarchie).

Zugehörigkeit, Anerkennung, Prestige: Warum Du die Bedürfnisse kennen solltest, die Dein Handeln bestimmen!

Was treibt Dich an​? Weißt Du, welche Bedürfnisse dahinter stecken?​ ​Für die einen ist es ​das Streben nach Lust oder positiven Gefühlen. Für andere wiederum ist es das Vermeiden von Demotivation oder Schmerz. Lerne, ​die Bedürfnispyramide nach Maslow (​Maslowsche Bedürfnishierarchie) ​für Deine Selbstverwirklichung sinnvoll zu nutzen!

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Um zu verstehen, was Dich motiviert oder demotiviert, ist das Wissen um die ​verschiedenen Grundbedürfnisse des Menschen ​enorm hilfreich. In diesem Artikel lernst Du die zentralen Motive Deines Handelns kennen und erfährst, wie Du dieses Wissen ​für Dich nutzen kannst.

​Die zentralen Motive Deines Handelns

​Was sind die Beweggründe Deines Handelns? Aus welchen Quellen schöpfst Du Deine Motivation? Und warum? ​Zur Beantwortung dieser wichtigen Fragen ist es hilfreich, einige psychologische Hintergründe Deines Handelns zu kennen!

​Was sind Bedürfnisse?

Bedürfnisse wecken das Gefühl eines Mangels und den starken Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen. Wir bringen viel Kraft und Energie auf, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen.

​​​Was sind Instinkte?

​"Dein Instinkt hat Dich nicht getäuscht!" oder "Du tust instinktiv das Richtige!" haben wir bestimmt schon einmal gehört. Als Instinkt bezeichnet man einen angeborenen, inneren Impuls eines Menschen (oder eines Tieres), in bestimmten Situationen (ohne vorheriges Überlegen) das Richtige zu tun.

Dabei erzeugt der Impuls oder Reiz über einen angeborenen Auslösemechanismus ein ganz bestimmtes Verhalten. Dieses Verhalten läuft sehr geordnet und in wiederkehrenden Mustern ab.

Aus Sicht der Selbstverwirklichung: Der Mensch ist die Summe seiner Bedürfnisse (Bedürfnispyramide), Instinkte und Triebe.

Instinkte sind Teil der Selbstverwirklichung und sichern das Überleben.

Gewisse Instinkte haben sich in unseren Genen verfestigt und wurden zu angeborenen Verhaltensweisen. Zum Beispiel Geselligkeitsstreben, Nahrungssuche oder auch Ängste. Oft sind diese Verhaltensweisen grundlegende Dinge, die das Überleben sichern. Wie sich diese Instinkte aber äußern, hängt vor allem von unserer Umwelt ab.

Was sind ​Triebe?

Ein Trieb ist ein angeborener oder im Laufe des Lebens erworbener, starker innerer Impuls zu  Handeln. Diese Taten sind für die Erhaltung unseres Lebens notwendig und / oder fokussieren die Befriedigung unserer stärksten Bedürfnisse.

Der Begriff Trieb ist eng mit Sigmund Freud verbunden. Er ging davon aus, dass dieser vom menschlichen Körper ausgeht und somit einen "greifbaren" Ursprung hat. Das Ziel eines Triebes liegt dagegen im "schwer greifbaren" Bereich des Bewusstseins oder Unterbewusstseins.

Doch nicht nur Freud hat sich über die menschlichen Triebe Gedanken gemacht. Auch der Behaviorismus hat sich diesem Thema angenommen. Der Behaviorismus ist die Theorie der Wissenschaft des menschlichen und tierischen Verhaltens. Dabei wird das Gehirn als "Black-Box" angesehen und die darin ablaufenden Prozesse komplett vernachlässigt.

​Der Behaviorismus sieht Triebe als "organismische" Bedürfnisse. Das bedeutet, dass ein Organismus von sich aus Mangelzustände beseitigt, ohne darüber nachzudenken.

Zum Beispiel kann es uns Menschen an Folgendem mangeln: Essen, Trinken, Schlaf, Luft zum Atmen, Sexualität, Wärme, Kälte usw. Wir streben ganz automatisch danach, nicht hungrig oder nicht durstig zu sein. Auch einen Schlafmangel will unser Körper von selbst beseitigen. 

Diese sogenannten "Primärtriebe" gehören zu unserer Grundausstattung, die wir nicht erlernen brauchen.

​Die Bedürfnispyramide nach Maslow​

Schon seit über 100 Jahren beschäftigen sich die Menschen damit, die Bedürfnisse, Triebe und Instinkte des Menschen zu beschreiben, die sein Handeln maßgeblich beeinflussen.

Auch heute gibt es keine Theorie, die alle eindeutigen Motive menschlichen Handelns umfasst. Dennoch helfen uns die verschiedenen Ansätze dabei zu verstehen, warum wir Menschen motiviert oder auch demotiviert sind. Ein aufschlussreicher Ansatz ist dabei die Bedürfnispyramide nach Maslow​ (auch maslowsche Bedürfnishierarchie).

Die Bedürfnispyramide nach Maslow: Maslowsche Bedürfnishierarchie oder Maslowsche Bedürfnispyramide. Bedürfnisse.

Die Bedürfnispyramide nach Maslow: auch Maslowsche Bedürfnishierarchie genannt.

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow hat in den 50iger Jahren eine Rangfolge von Bedürfnissen in einer Stufenordnung dargestellt. Er entwickelte die Bedürfnispyramide (Maslowsche Bedürfnishierarchie) auf Grundlage seiner persönlichen Überzeugungen und veröffentlichte sie erstmals 1954. 

Anfang der 70iger Jahre wurde eine überarbeitete zweite Version herausgegeben. Maslow will mit seiner Bedürfnispyramide Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.

Sein Kerngedanke dabei ist: "Sei, was Du sein kannst!"

​​Die Maslowsche Bedürfnispyramide ist zwar nur eine Theorie unter vielen anderen, aber sie ist unheimlich wertvoll! Sie gibt uns einen guten Eindruck über die Vielfalt möglicher Bedürfnisse.

Maslow geht davon aus, dass diese Bedürfnisse stufenweise aktiv werden. Wenn die Bedürfnisse einer Stufe befriedigt sind, werden die der nächsten Stufe aktiv (maslowsche Bedürfnishierarchie).

Grundlegend unterscheidet er dabei Defizit- und Wachstumsbedürfnisse.

​​Defizit- und Wachstumsbedürfnisse

Es müssen immer erst die Defizitbedürfnisse befriedigt sein, damit sich Wachstumsbedürfnisse entwickeln können.

Die Defizitbedürfnisse können dabei nur "befriedigt" oder "unbefriedigt" sein. Dazwischen gibt es keinen Zustand. Wenn sie befriedigt sind, verlieren sie grundsätzlich ihre motivierende Wirkung.

Wachstumsbedürfnisse können wiederum "mehr oder weniger befriedigt" sein. Sie bestehen fortwährend, werden stetig aktualisiert und verlieren nie ihre motivierende Wirkung. Im Grunde wachsen wir Menschen mit ihnen.

​Physiologische Bedürfnisse

Die ​Grundbedürfnisse des Menschen, gehen auf die organisch bedingten Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Entspannung zurück. Es sind die körperlichen Grundbedürfnisse, die alle Menschen haben. ​

Diese physiologischen Grundbedürfnisse des Menschen zu befriedigen, dient in erster Linie dazu, ​das Überleben zu sichern.

Sicherheits- und Schutzbedürfnisse

Wenn unser Grundbedürfnis nach Nahrung oder Trinken befriedigt ist, dann entsteht nach Maslow das Bedürfnis, Sicherheit zu gewinnen.

Es reicht einfach nicht mehr, unseren Hunger oder Durst für den Augenblick zu stillen. In uns entsteht das Bedürfnis nach Sicherheit, auch morgen noch Nahrung und Trinken zu haben.

​Erst wenn Sicherheit- und Schutzbedürfnisse gestillt sind, wenden wir uns der nächsten Stufe zu: Unserer sozialen Existenz.

​Soziale Bedürfnisse

Grundbedürfnisse des Menschen und Selbstverwirklichung. Die Bedürfnispyramide nach Maslow (Maslowsche Bedürfnishierarchie).

Soziale Grundbedürfnisse: Gemeinschaft und Zugehörigkeit.

​Die Bedürfnisse nach Kontakt, Freundschaft und Gemeinschaft sind unsere sozialen Bedürfnisse. Es entsteht in uns der Wunsch, nicht alleine zu sein. Wir wollen uns zugehörig fühlen, Zuwendung empfangen und diese auch geben. Es entsteht das Bedürfnis nach Zugehörigkeit.

Ich-bezogene Bedürfnisse

Sind unsere sozialen Bedürfnisse erfüllt, entsteht in uns der Wunsch, nicht nur irgendjemand in einer Gruppe zu sein. Wir wollen wertvoll für die anderen sein und diesen Wert auch selbst fühlen. Es entwickelt sich das Bedürfnis nach Anerkennung.

​Maslowsche Bedürfnishierarchie: Sobald auch die Ich-bezogenen Bedürfnisse gestillt sind, sind laut Maslow die Defizitbedürfnisse befriedigt und Wachstumsbedürfnisse (Wunsch nach Selbstverwirklichung) beginnen zu entstehen.

Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

Selbstverwirklichungsprozesse fokussieren die Entwicklung und Entfaltung des eigenen Potentials. Ein bedeutender Aspekt in der Persönlichkeitsentwicklung

Es geht also um das Erreichen persönlich bedeutsamer Ziele. Zum Beispiel, Wissen über die Welt zu gewinnen, die Vergangenheit und Gegenwart zu begreifen sowie die Zukunft zu erforschen. Darüber hinaus zielen diese Bedürfnisse auf neue Herausforderungen und neue (übergeordnete) Erfahrungswerte ab.

Maslow geht sogar über das Ideal der Selbstverwirklichung hinaus, indem er das Bedürfnis nach Transzendenz aufführt.

​Worauf Du unbedingt achten solltest

Nach Maslow ergibt es wenig Sinn, die nächste Stufe in der Bedürfnispyramide anzustreben, wenn die Bedürfnisse der darunter liegenden Stufe nicht erfüllt sind.

​Unser Verhalten ist immer durch das niedrigste, unbefriedigte Bedürfnis motiviert!

Zudem zeigt die Bedürfnispyramide sehr schön, dass die zentralen Motive unseres Handelns sehr stark von der Situation abhängen, in der wir uns befinden.

Die Quintessenz

​Um die zentralen Motive Deines Handelns besser zu verstehen, ist ​die Maslowsche Bedürfnishierarchie extrem hilfreich. ​Sie zeigt Dir die große Vielfalt möglicher Bedürfnisse, die ​auch Dein Verhalten eindrucksvoll dominieren.

Wir Menschen haben alle ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Somit verfolgen wir auch unterschiedliche Interessen und Ziele. Dabei haben insbesondere die physiologischen Grundbedürfnisse des Menschen, die Bedürfnisse nach Sicherheit, Schutz, Zugehörigkeit, Anerkennung und Selbstverwirklichung einen extrem hohen Stellenwert.

​"​​​​​Der Geist hat seine Bedürfnisse ebenso wie der Körper."

​​Jean-Jacques Rousseau

​​Was treibt Dich an, Dinge zu tun oder nicht zu tun? Kennst Du Dein (aktuell) stärkstes ​Bedürfnis? W​as sind Deine kostbarsten Erfahrungen?

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Aktualisiert am 23. Juni 2020

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